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Zeddenbach
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| Im hohen Klinkerbau der Mühle Zeddenbach rattern noch wie vor hundert Jahren die Transmissionsriemen und Aufzüge, und auf holprigem Knüppelpflasterhof stehen stramme Gäule vor säulenverziertem, tonnengewölbtem Stall. Daneben steht das Gebäude der alten Klostermühle aus dem 16. Jahrhundert mit nur wasserseitig einsehbarem, verwunschenen Garten. | |
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Die Zeddenbachmühle ist ein bis heute produzierendes technisches Denkmal. Frisch gesacktes Mehl und vielzählige Produkte rund ums Korn werden feilgeboten, im Mühlencafe´ „Feiße“ kann man vortrefflich in interessanter Atmosphäre speisen. Der Blick fällt von der Terrasse über dem Mühlgraben auf die seit fast hundert Jahren drehenden Turbinen. Inkarnation deutscher Wertarbeit. Gegenüber der Mühle, nur über eine kleine Eisenbrücke erreichbar, liegt einsam eine der Unstrutschleusen. Das Namen gebende Fischerdorf Zeddenbach gibt es seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr. |
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Über Wiesen und sanften Hänge voller Flieder oder im Herbst Streuobst thront oben auf dem Berg die Weissenburg. Eine Sage erzählt die Liebesgeschichte, der mit dem Pfalzgraf Friedrich von Sachsen verheirateten schönen Adelheid. Ihre Weissenburg stand in Sichtkontakt zur Neuenburg und die Abwesenheit des Ehegatten wurde Fenster zu Fenster mit einem großen weißen Tuch angezeigt. Später gar wurde der störende Pfalzgraf in einen Hinterhalt gelockt und erschlagen. Nebenbuhler Ludwig der Springer kam dafür in den Turm. |
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Sein spektakulärer Sprung von Halles Burg Giebichenstein aus dem Kerker hinab in die Saale und die nun folgende Flucht auf einem Fischerboot gründeten ein aus Dankbarkeit auf Tausend Jahre verliehenes Fischereirecht für die einheimischen, helfenden Saalefischer. Die Fremdgängerin stiftete reumütig ihren Stammsitz als Kloster, spukt aber angeblich heute noch ruhelos darin umher. Es gibt auf der
beeindruckend ruhig-meditativen Weißenburg Kellergewölbe und Gänge, die
romanische Klosterkirche von 1085 mit uralter Glocke, einen 82 Meter tiefen
Brunnen, einen Klosterweinberg und das ausgezeichnete Weingut
Bernard Pawis. Gleich dahinter ein aufgelassener
Kalksteinbruch mit reicher Trockenflora und einem alten Kalkbrennofen,
welcher noch bis vor 40 Jahren in Betrieb war. Die Loren einer Lastseilbahn
trugen den Kalk ins Tal, wo sie, schwebend die Unstrut überquerend im gegenüberliegenden
Balgstädt in Schiffe entladen wurden. Nächster Anleger flussaufwärts: Balgstädt Nächster Anleger flussabwärts: Freyburg
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