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Flussgeschichte |
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| Jahrhunderte
lang herrschte auf dem Flüsschen Unstrut Hochbetrieb. Da wurde Nebraer Sandstein für Repräsentationsbauten wie dem Berliner Reichstag, Roten Rathaus, Brandenburger Tor, dem Weimarer Schloss oder der Hamburger Börse verschifft. Arterner Siedesalz, Branntkalk, Zuckerrüben, Kohle und anderes Gut sorgten dafür, dass bis 42 Meter lange, bis zu 5.000 Zentner (250 Tonnen !) tragende Lastkähne die Unstrut befuhren. |
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Nach Fertigstellung der Schleusen 1795 erlebten Schifffahrt und Schiffbau im 19.Jahrhundert eine Blüte. Die Schiffe wurden mit Pferden flussauf gezogen (Treideln) und mit Segeln und Muskelhilfe stromab gebracht. Der nur zwischen 15 und 30 Meter breite Fluss mit seinen engen Kurven verlangte von den Schifferknechten Maßarbeit. Später kamen Dampf- und Motorschlepper zum Einsatz. Die im mittleren Unstruttal dominierenden Zuckerfabriken hielten eigene kleine Flotten.
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