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Zweitakt
Gegenkolben Dieselmotor NZD 9/12 (Junkers HK 65)
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- Beschreibung der Arbeitsweise
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- In einem beiderseitig
offenen, wassergekühlten Zylinder bewegen sich in
gegenläufiger Richtung zwei Kolben, von denen der obere die
Spülschlitze und der untere die Auspuffschlitze steuert.
- Auf dem oberen Kolben ist der
Spülkolben befestigt. Er saugt die Frischluft durch den
Luftfilter und drückt sie in das gleichzeitig als Aufnehmer
dienende Kurbelgehäuse. Öffnet der obere Kolben die
Spülschlitze, so tritt die durch den Spülkolben bereits
vorverdichtete Luft in den Verbrennungsraum ein.
Gegenkolben-Dieselmotoren Typ NZD 9/12 SRW arbeiten mit
Gleichstromspülung. Die Spülschlitze sind tangential
angeordnet, so dass die Luft dauernd in drehenden Bewegung
gehalten wird. Diese Drehung wird auch während der
Verbrennung beibehalten und garantiert einwandfreie
Vermischung des Kraftstoffes mit der Luft und damit eine
wirtschaftliche Arbeitsweise.
- Beim Zusammengehen
(Kompression) schließen die beiden Kolben die vom
Spülvorgang im Zylinder befindliche Frischluft ein und
verdichten sie. Der Kompressionsraum ist scheibenförmig und
die vom Kühlwasser umspülte Fläche äußerst gering. Damit
ist während der Kompression die geringste Wärmeableitung
gesichert. Dies ist der Grund dafür, dass
Gegenkolben-Dieselmotoren auch bei niedrigsten
Außentemperaturen ohne jede Zündhilfe sofort anspringen.
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- Kurz vor der inneren
Totpunktlage der Kolben wird durch die Einspritzdüse
Kraftstoff in die durch die Kompression heiße und noch
rotierende Luft gespritzt. Die Einspritzdüse, welche
keinerlei gleitende Teile besitzt und damit auch keinem
mechanischen Verschleiß unterworfen ist, spritzt den
Kraftstoff fächerförmig-diagonal in den scheibenförmigen
Verbrennungsraum.
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- Hierbei entzündet sich der
Kraftstoff und durch die entstehenden Verbrennungsgase werden
die beiden Kolben auseinandergetrieben. Die Triebwerke bewegen
sich in entgegengesetzter Richtung. Dadurch heben sich die
lästigen und so unerwünschten Erschütterungen
hervorrufenden Massenkräfte auf. Die Fundamente können viel
leichter gehalten werden als bei normalen Maschinen. In vielen
Fällen lassen sich die gestellten Anforderungen nur durch
Gegenkolbenmaschinen erreichen. Der untere Kolben
(Druckkolben) drückt die Kurbelwelle in ihre rotierende
Bewegung, während der obere Kolben (Zugkolben) zieht.
Hierdurch werden sämtliche Kräfte innerhalb des Triebwerkes
aufgenommen und nicht noch außen auf das Kurbelgehäuse
übertragen. Das bedeutet weiter, dass die Hauptlager
weitmöglichst entlastet sind und eine lange Lebensdauer und
Betriebssicherheit von Natur aus besitzen.
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- Der Auspuff wird vom unteren
Kolben gesteuert, welcher dem oberen Kolben voreilt. Durch
Kurbelversetzung erreicht man eine Nachladung und nutzt somit
den Spülvorgang weitgehendst aus.
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- Abgesehen davon, dass beim
Gegenkolbenmotor der komplizierte Zylinderkopf mit seinen
Ventilen und deren Antrieb wegfällt und damit eine der
größten Störungsquellen beseitigt ist, wird der
Kolbenverschleiß bei weitem nicht so groß wie bei einer
normalen Einkolbenmaschine. Da jeder Kolben nur die Hälfte
des Weges einer Einkolbenmaschine (bei gleichem
Zylinderdurchmesser und Hubvolumen) zurücklegt. Daraus
ergeben sich niedrige Kolbengeschwindigkeiten und lange
Lebensdauer.
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